Spraywelten Ausgabe 2/2017
TUTORIAL SPRAYWELTEN | 2017 | AUSGABE 02 24 KLARLACK IST NICHT GLEICH KLARLACK Südostasien gilt historisch als die Region, in der die Lacktechnik entwickelt wurde. Bereits vor einigen tausend Jahren erfand man dort einen Beschichtungsstoff, der Holz dauerhaft vor Feuchtigkeit und Schädlingen schützen konnte. Objekte im klassischen sogenannten Chinarot und –schwarz gelangten vor rund 400 Jahren nach Europa und inspirierten hier eine eigenständige Lackkunst. Spätestens seit dem Siegeszug des Automobils und der damit einher- gehenden industriellen Massenproduktion, rückte der Lack und damit auch der Klarlack ins Rampenlicht. Denn nur er bringt einen Farbton zum Glänzen oder sorgt für intensive matte Eindrücke. Heute gibt es eine Vielzahl unterschiedli- cher Klarlacke für viele verschiedene Einsatzzwecke. VON ACRYL BIS ZAPON 1K – 2K sind die beiden wichtigsten Unterscheidungskriteri- en. 2K Klarlacke, nicht zu verwechseln mit einem 2-Schicht- Klarlack, sind für den Einsatz in der Fahrzeuglackierung prädestiniert, da man dort die höchsten Ansprüche an Wit- terungs-, Benzin-, UV- und Chemikalienbeständigkeit hat. 1K Klarlacke dagegen kommen zum Einsatz, wenn keines der zuvor genannten Merkmale zutreffen muss oder, im Gegen- teil, sogar störend wäre. Klarlacke sind Lacke, denen keine Pigmente zugesetzt wurden, aber je nach Bindemittel eine schwache Eigenfärbung aufweisen können. Sie werden mit unterschiedlichen Glanzgraden angeboten, die der farbge- benden Schicht erst die ausdrucksstarke Wirkung verleiht. Oder bei Holz Fäulnis und bei Metallen Korrosion verhindert und so die brillante Oberfläche konserviert.
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